Überblick

Förderung
ProjektnameSustainable Usage of ICT-devices (SUIT)
FinanzierungErasmus+  Programm
ProjektkoordinatorBergisches Berufskolleg Standort Wipperfürth
Kontakt Mail: Frau S. Hoffmann
Projektpartner

Rakvere Ametikool (Estland)
Šolski center Nova Gorica (Slowenien)

Projektlaufzeit01.09.2020 – 31.08.2022
eTwinninghttps://twinspace.etwinning.net/128562/home

Projektziele

Durch das Projekt werden die Fähigkeiten und Kompetenzen der Lernenden in den Bereichen der nachhaltigen Nutzung und des nachhaltigen Recyclings von IT-Geräten gestärkt. Bei den Teilnehmenden soll ein Bewusstsein für die nachhaltige Nutzung dieser Geräte entstehen. Auch andere Lernende, Lehrende sowie die interessierte Öffentlichkeit können von den Projektergebnissen profitieren, da die Projektergebnisse wie z.B. Infographiken, Checklisten sowie Tutorials öffentlich zugänglich gemacht werden.

Folgende Projektziele werden angestrebt:

  1. Förderung des Bewusstseins für eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Lebensweise
  2. Entwicklung, Stärkung und Vertiefung von Kompetenzen in dem Bereich nachhaltiger Einsatz von IT-Geräten, z. B. durch Nutzung umweltfreundlicher Energiequellen und Recycling der Altgeräte
  3. Stärkung der Lernmotivation durch Förderung des Kompetenzerwerbs in den Bereichen Projekt-, Selbst-, und Zeitmanagement, sowie Teamfähigkeit
  4. Entwicklung von Lehr- und Lernmaterialen, die von allen Schülerinnen und Schülern der beteiligten Berufskollegs genutzt werden können
  5. Verbesserung und verstärkte Digitalisierung der Lehr-/ Lernprozesse durch Einbindung von Projektarbeit im internationalen Rahmen
  6. Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler auf dem internationalen Arbeitsmarkt durch Erlangung und Stärkung interkultureller Kompetenzen
  7. Anwendung und Förderung der Fremdsprachenkenntnisse in Englisch
  8. Förderung des Bewusstseins für europäische Werte wie z. B. freier Zugang zum gesamten europäischen Arbeitsmarkt, Toleranz und Chancengleichheit
  9. Förderung und Stärkung der Ambiguitätstoleranz und Empathie der Projektbeteiligten

Durchführung der Projektarbeit

Die Lernenden werden an drei Projekteinheiten in internationalen Teams bestehend aus deutschen, estnischen und slowenischen Schülern arbeiten. Dies ermöglicht es ihnen, umfassende Kenntnisse in den Bereichen Projekt- und Zeitmanagement in internationalen Teams sowie Sozial- und Sprachkenntnisse zu erwerben und zu festigen. Lernende aus der Abteilung Informatik werden als Botschafter für nachhaltige Nutzung von IT-Geräten fungieren und so selbst zu verantwortungsvollen IT-Experten werden.

Die Lernenden werden an den folgenden Projekteinheiten arbeiten:

  1. Interkulturelle Studien und Selbstdarstellung auf dem europäischen Arbeitsmarkt
  2. Digitalisierung und Nachhaltigkeit
  3. Recycling von IT-Geräten

Projektmethoden:

  • Projektarbeit
  • Interdisziplinärer Ansatz des Lehrens- und Lernens
  • Blended mobility: kontinuierliche Zusammenarbeit in multinationalen Teams sowohl face-to-face als auch digital
  • CLIC („Content and language integrated learning“): Vertiefung und Erwerb fremdsprachlicher Kenntnisse anhand einer beruflichen Handlungssituation
  • Coaching als Lehrmethode

Zeitstrahl

Interkulturelles Training am BBK von Barbara Walter

Was ist Kultur? Welches Kulturbild brauchen wir heutzutage? Wo begegne ich Kultur und wie beeinflusst mich Kultur bewusst oder auch unbewusst in meinem Verhalten, Denken, Fühlen und Handeln?
All diese Fragen stellten sich die Schülerinnen und Schüler der HBFIU1 während des interkulturellen Trainings. Das Training fand an drei Doppelstunde im Rahmen des Unterrichts statt und wurde von den zwei Schulsozialarbeiterinnen der Schule, Antonia Maneva und Barbara Walter, vorbereitet und durchgeführt.
Anlass des Trainings ist der bevorstehen Austausch mit Schülerinnen und Schülern aus Estland und Slowenien im Rahmen des von der EU genehmigten Erasmusprojekts. Das interkulturelle Training sollte gezielt auf die Zusammenarbeit mit den estnischen und slowenischen Lernenden vorbereiten und ihnen interkulturelle Unterschiede, mit denen sie konfrontiert sein können, bewusst machen.
Interkultureller Kompetenz ist die Fähigkeit mit Menschen aus anderen Kulturen erfolgreich zu kommunizieren sowie einen beidseitig zufriedenstellenden Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen zu gestalten. Ein Ziel des interkulturellen Trainings am Bergischen Berufskolleg bestand darin, die Schülerinnen und Schüler für ihre eigene kulturelle Prägung zu sensibilisieren und sie zu ermutigen, diese zu hinterfragen. Mit Hilfe von kreativen und praktischen Übungen traten die Schülerinnen und Schüler in den Austausch. Am Beispiel der Uhr, die scheinbar objektiv die Zeit darstellt, wurde erarbeitet, dass vereinbarte Zeiten für Termine in unterschiedlichen Kulturen unterschiedliche Erwartungen beinhalten. In Deutschland wird ein Zuspätkommen schnell mit Unzuverlässigkeit gleichgesetzt und als unhöflich erlebt, in anderen Kulturen hingegen wird eine Verspätung eher toleriert und nicht mit einer negativen Bewertung der persönlichen Eigenschaften wie Unzuverlässigkeit verknüpft.
In weiteren Übungen näherten sich die Schülerinnen und Schüler der Frage „Was ist typisch Deutsch?“ und begaben z. B. bei der Kleingruppenübung „Zuckerwürfelspiel“ in die Rolle des / der „Neuen“, der/ die die Spielregeln nicht kennt. Auf diese Weise erlebten die Schülerinnen und Schüler wie sich eine Person fühlen kann, wenn diese auf Personen einer fremden Kultur trifft. In der anschließenden Reflexionsrunde sammelten die Lernenden Eigenschaften bzw. Verhaltensweisen, die einer fremden Person das Ankommen in einer neuen Gruppe erleichtern könnten und übertrugen, dies auf ihren anstehenden Kontakt mit den Schülerinnen und Schüler aus Estland und/oder Slowenien. Die Lernenden nannten Begriffe wie:
Offenheit, Humor, Empathie, Situation erläutern, Gesprächsangebote machen, Interesse zeigen z. B. durch Anlächeln, Zuwenden, Einladen, ins Gespräch einbeziehen z. B. durch Fragen und aktiv sowie positiv auf die Person zu gehen.
Als Fazit lässt sich sagen, dass das interkulturelle Training sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die Dozentinnen eine abwechslungsreiche Bereicherung war. Allen Beteiligten ist es gelungen, durch den offenen Austausch und die aktive Herangehensweise ihre eigne kulturelle Prägung stärker zu reflektieren. Neben landeskundlichem Wissen und Fremdsprachenkenntnissen sind auch andere Kompetenzen wie Sensibilität, Humor und Offenheit gefragt, um Begegnungen zwischen verschiedenen Kulturen erfolgreich zu gestalten. Wir wünschen allen angehenden Informationstechnischen Assistent*innen viele, gute und bereichernde Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen.

Virtuelles Lernen geht auch international - Erasmus Projektarbeit am BBK

Vom 1. bis 3. März fand im Rahmen des Erasmusprojektes „Sustainable usage of IT-devices“ ein virtuelles Projekttreffen statt. An diesem Treffen nahmen ca. 70 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrende aus drei Nationen teil. Auf diese Weise konnte zumindest virtuell das für den April geplante Projekttreffen in Estland stattfinden.
Die Lernenden beschäftigten sich am ersten Tag des Treffens mit den Inhalten zum Projektmodul „Digitalisation and Sustainability“. In zehn multinationalen Teams, die jeweils von einem Lehrenden aus den drei beteiligten Ländern begleitet wurden, arbeiteten die Lernenden an Themen wie z.B. „Welche Kohlendioxidbilanz hinterlassen wir beim Spielen von Videogames, bei der Recherche im Internet, beim Versenden von E-Mails, beim Streaming, etc.“ Neben einer detaillierten Einführung in die Thematik der „Internetrecherche“ und dem gegenseitigen Austausch über die unterschiedlichen Gegebenheiten in den Ländern, konnten die Lernenden einen tieferen Einblick in die virtuelle Arbeit in internationalen Teams erhalten. Darüber hinaus wurden nicht nur die Englischkenntnisse verbessert und angewendet, sondern es waren auch digitale Kompetenzen gefragt – die Zusammenarbeit erfolgte komplett im digitalen Raum unter Nutzung verschiedener IT-Werkzeuge.  
Der zweite Tag des virtuellen Projekttreffens begann mit einem Workshop zum Erstellen von Infographiken. Nach einer interaktiven Einführung in die entsprechende Software, hatten die multinationalen Teams die Gelegenheit, zusammen erste Infographiken zu erstellen. Eine besondere Herausforderung bestand hierbei nicht nur in der Nutzung eines neuen IT-Werkzeugs, sondern auch in der Notwendigkeit, sich in der Gruppe in einer Fremdsprache auszutauschen und zu einigen. Das Feedback in Hashtags hat die Abschlussrunde aufgelockert. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv.
Am letzten Tag des virtuellen Treffens wurden alle Inhalte zusammengeführt und die Lernenden erstellten zusammen Infographiken zu ihren verschiedenen Themengebieten. Diese Zusammenarbeit brachte die Schülerinnen und Schüler zu einem noch intensiveren Austausch und führte dazu, dass sie das neue Tool sowie sich untereinander noch mehr kennenlernten. Die Infographiken waren wirklich super und zeugten von kreativen Gruppenarbeiten.
Alles in allem, waren es drei gelungene und abwechslungsreiche virtuelle Tage, in denen alle Schülerinnen und Schüler viel zum Thema “Digitalisation and Sustainability” lernten.

Erste Erasmuswoche

In der Woche vom 4 bis 8 Oktober fand die erste Erasmuswoche in diesem neuen Schuljahr statt. Dieses Meeting wurde als Hybridunterricht gestaltet, d.h. es erfolgte eine Mischung von Präsenz- und Onlinelernen. In dieser Woche war eine slowenische Delegation von 12 Schülern und zwei LehrerInnen an der Partnerschule in Estland anwesend. Die deutsche Schülergruppe schaltete sich für viele Aktivitäten online per Teams hinzu. 

Montag, 4. Oktober

Nachdem alle Lernenden in den drei Partnerländern im vergangenen Schuljahr bzw. noch in den Sommerferien Videos zu ihren Heimatschulen, den Heimatländern und der eigenen Kultur vorbereitet hatten, wurde der erste Tag des Treffens genutzt, diese Ergebnisse allen beteiligten Schülerinnnen und Schülern sowie Lehrenden zu präsentieren. Die Videos waren für alle Teilnehmer äußerst interessant – nicht nur, weil sie technisch unterschiedlich umgesetzt wurden, sondern auch, weil sie viel über die anderen Länder erfahren konnten. Nach der Präsentation der Videos konnten alle Teilnehmer Fragen zu den einzelnen Ländern stellen. Es wurden Fragen aus den unterschiedlichsten Bereichen gestellt. So wollten die deutschen Lernenden wissen, welche Musik junge Leute in Estland hören, wie die Esten mit ihrer neuen Regierung zufrieden sind oder wie die verschiedenen Kulturen mit der Pandemie umgehen. 

In Estland besuchte die slowenische Delegation am Nachmittag das Rathaus und das Smart House in Rakvere. 

Dienstag, 5. Oktober

Der Tag begann mit einer Doppelstunde Unterricht in der estnischen Sprache. In diesen Stunden lernten die Schülerinnen und Schüler sich auf Estnisch vorzustellen. Schnell wurde allen klar, dass es keine so leicht zu erlernende Sprache ist. Die deutschen Lernenden probierten verschiedene Übersetzungstools aus und konnten sehr schnell Unterschiede erkennen.

Der nächste Tagesordnungspunkt war ein Workshop zum Erstellen von Europasslebensläufen. Dieser wurde geleitet von Heli Oruaas vom estnischen Europasszentrum. Sie erklärte den Lernenden die Tipps und Tricks, die sehr hilfreich sind, wenn man einen derartigen Europass über ein Webportal der Europäischen Union erstellt. Alle beteiligten Schülerinnen und Schüler konnten einen professionellen Lebenslauf in der Erasmuswoche mit Unterstützung der externen Expertin sowie der Lehreinnen und Lehrer vor Ort erstellen.

Am Nachmittag konnten die estnischen und slowenischen Lernenden an einer Führung im Schloss in Rakvere teilnehmen. Hier lernten sie viel über die Geschichte der Stadt und des Schlosses und nahmen an verschiedenen Aktivitäten teil.

Donnerstag, 7. Oktober

Am Donnerstagvormittag wurde seitens der deutschen Schule ein Workshop zum Thema „Interkulturelle Kompetenzen“ durchgeführt. Die estnischen und slowenischen SchülerInnen wurden per Teams zugeschaltet. Als Icebreaker sollten die Lernenden zu zweit Wohnhäuser aus verschiedenen Kulturkreisen malen. So konnten Stereotype über bestimmte Kulturen herausgearbeitet werden und diese Aufgabe wurde als Anlass genommen, über den Begriff „Kultur“ zu diskutieren. Auf einem digitalen Whiteboard wurden die Ergebnisse aller Lernenden in Echtzeit zusammengetragen.

Danach haben die Schülerinnen und Schüler Infographiken erstellt, in denen sie interkulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den beteiligten Partnerländern festgehalten haben. Dabei haben sie sich auf verschiedene Kategorien spezialisiert, wie z.B. Sport, Musik, Religion und Essen usw.

In der zweiten Hälfte des Tages nahmen alle an einem digitalen Workshop des estnischen Karrierezentrums teil. Dabei ging es um die Planung und Durchführung eines Auslandsjahres. Hierzu wurden Tipps und Tricks zum Thema Finanzierung, Vorbereitung, Planungszeit und Durchführung gegeben. 

Freitag, 8. Oktober

Der gesamte Freitag stand im Zeichen des Themas „Bewerbungsfahren für eine Stelle im Ausland“. Nachdem die Lernenden die erarbeiteten Tipps in Form von Infographiken zusammengetragen haben, konnten sie ihr Können in Rollenspielen unter Beweis stellen. Die Lernenden fungierten entweder als Teil des Management, BewerberInnen oder BeobachterInnen.

Im Anschluss evaluierten alle TeilnehmerInnen die gesamte Erasmuswoche online.

Die deutschen Schülerinnen und Schüler erhielten Ihre Teilnahmezertifikate von der stellvertretenden Schulleiterin, Cathrin Hans.

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